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5 Plomben im Vergleich: Welche Art für welchen Zweck?

Ganz oberflächlich betrachtet erfüllen alle Plomben die gleichen Zwecke: Sie verdeutlichen eine Unberührtheit der verplombten Gegenstände und schützen diese vor einem unberechtigten Zugriff oder Manipulationsversuch. Etwas genauer betrachtet ergibt sich jedoch schon eine erste Gruppierung in aufreißbare und reißfeste Plomben. Aufreißbare Plomben dienen hauptsächlich der Kennzeichnung von geprüften oder geeichten Objekten. Diese Plomben sind leicht von Hand entfernbar und der verplombte Gegenstand verliert danach automatisch den Status des geprüften Zustandes. Solche Plomben kommen beispielsweise an Feuerlöschern oder Notfallkoffern vor. Fehlt die Plombe, muss der Koffer oder Feuerlöscher erneut befüllt und versiegelt werden, bevor er wieder eingesetzt werden kann. Reißfeste Plomben hingegen dienen der Sicherung einer Sache. Dieser Anwendungsfall ist sehr weitreichend und erfordert unterschiedlichen Anforderungen an die Plombe. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Arten von Sicherheitsplomben. Die gebräuchlichsten Plomben stellen wir Ihnen daher kurz vor.

 

Durchziehplomben

Durchziehplomben bestehen aus Kunststoff und funktionieren etwa wie Kabelbinder. Die Plomben können allerdings nummeriert oder mit einem Barcode versehen werden. Dadurch lassen sich die verplombten Gegenstände besser überprüfen und Manipulationsversuche können schnell nachvollzogen werden. Durchziehplomben können unterschiedlich eingesetzt werden. Vorwiegend entscheidet das verwendete Material der Plombe, für welchen Zweck diese besser geeignet ist. Durchziehplomben bestehen hauptsächlich aus Polypropylen PP, Polyethylen PE oder Nylon (Polyamide) PA. Nylon ist reißfester als PP/PE und widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse. Weiterhin hat PA eine hohe Zugkraft, weshalb die Plomben kaum von Hand entfernbar sind. Plomben aus PP und PE hingegen sind etwas flexibler, aber brechen leichter. Abhängig von der Dicke des Materials können Plomben aus PP oder PE sogar von Hand entfernbar sein. Im industriellen Bereich werden sehr dünne Plomben nur wenig genutzt.

Durchziehplomben werden im Bankwesen bei Geldtransporten eingesetzt und in Transportunternehmen für allgemeine Anwendungen. Im Prüfwesen und für den Brandschutz werden eher aufreißbare Plomben verwendet.

Fixlängenplomben

Fixlängenplomben, auch Ringplomben genannt, ähneln den Durchziehplomben, sind aber in der Länge nicht variabel einstellbar. Für Plomben mit einer fixen Länge wird meist ein etwas dickerer Plombendraht verarbeitet. Im Zoll wird vorwiegend mit Zinnblech-Plomben gearbeitet, im regionalen Versand werden Fixlängenplomben aus PP oder PE bevorzugt. Der Vorteil einer Ringplombe ist der schnelle und einfache Versiegelungsvorgang.

Durch ihre feste Länge eignen sich diese Plomben für standardisierte Verpackungen, wie Transportboxen. Bei Erschütterungen im Transport haben Ringplomben noch einen kleinen Spielraum, sodass sie nicht in die Güter einschneiden. Die Türen von Transportern werden in einigen Fällen ebenfalls von Fixlängenplomben versiegelt. Da diese Sicherheitsplomben optimal für genormte Gegenstände fungieren, werden sie häufig im Postversand eingesetzt.

 

Bleiplomben

Bleiplomben sind die klassische Art der Verplombung. Das Wort „Plombe“ leitet sich vom lateinischen Begriff „Plumbum“ ab, was übersetzt „Blei“ heißt. Bleiplomben sind Zweiloch Plomben mit gegenüberliegenden Knotenkammern. Auf der Seite, wo sich die 2 kleineren Löcher befinden, wird der Plombendraht eingefädelt. Wir empfehlen, die beiden Bandenden anschließend miteinander zu verdrillen und danach zurück in die Knotenkammer zu ziehen. Zum Schluss wird mit einer Plombenzange die Verplombungsarbeit abgeschlossen. Durch die Plombenzange wird die Bleiplombe zusammengedrückt und der darin befindliche Plombendraht wird fest eingeklemmt. Die Verplombung kann nur durch ein Schneidewerkzeug wieder gelöst werden. Auf Bleiplomben ist eine Nummerierung unüblich und normalerweise nicht möglich.

Bleiplomben können universell eingesetzt werden. Transportunternehmen und Prüfdienste nutzen Bleiplomben und auch im Postversand ist die klassische Verplombung nicht ungewöhnlich.

 

Containerplomben

Containerplomben sind der vorgeschriebene Mindestschutz im internationalen Containerversand. Für die Zulassung ist eine Zertifizierung nach ISO/PAS zwingend. Containerplomben von Boxolutions sind mit einer Drehblockierung ausgestattet. Einmal verschlossen, sind diese Plomben nicht mehr von Hand zu öffnen. Das Material aus verzinktem Stahl, welches für die Herstellung von Bolzen und Hülse verwendet wurde, sorgt für einen sehr sicheren Verschluss. Eine Containerplombe lässt sich nur durch einen Bolzenschneider öffnen. Zum Schutz des Stahls und zur besseren Sichtbarkeit sind die Containerplomben von Boxolutions mit einem leuchtend gelben BAS Kunststoff umgeben. Im verschlossenen Zustand bedeckt der Kunststoff die Plombe vollständig. Da Kunststoff im Vergleich zu Stahl weich ist, sind Manipulationsversuche gut erkennbar.

Containerplomben sind mit einer fortlaufenden Nummer versehen. Somit können Sendungen einfach nachvollzogen und kontrolliert werden. Zur Übersichtlichkeit und Zuordnung der Fracht ist die Nummer der Containerplombe wesentlich. Vorwiegend werden Containerplomben im Export und Import verwendet. Preisintensive Gütertransporte werden von Transportunternehmen ebenfalls mit Containerplomben gesichert und versiegelt.

Drahtseilplomben

Drahtseilplomben können ab einem Kabeldurchmesser von 3,5 mm ISO/PAS zertifiziert werden und sind demnach ebenfalls im Import/Export zugelassen. Drahtseilplomben sind etwas flexibler als Containerplomben und können nur durch einen Bolzenschneider wieder geöffnet werden. Transportunternehmen setzen Drahtseilplomben ebenfalls für Überseecontainer ein, meist zusätzlich zu Containerplomben.

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